Mountainbike Transalp Quickie Garmisch - Meran
Kurze Tour im Mai 2008 mit ULPbike (jetzt ULPtours).
Um meinen Resturlaub sinnvoll zu nutzen und den Körper nach dem langen Winter in Schwung zu bringen, scheint
mir diese kurze und nicht zu schwere Tour gerade richtig. Zu Beginn mehr Höhenmeter und am Ende ein lange
Etappe.
Teilnehmer: Oli (Guide), Annika, Günter, Lutz und ich.
[ 1. Tag ] Anreise
Da der Deutschen Bahn im Fernverkehr leider immer weniger an Radfahrern gelegen ist, kommt die Anreise leider
nicht ohne dreimal umsteigen und entsprechende Wartezeiten aus. Dann noch ein Taxi zum Hotel nach Grainau, wo
ich am späten Nachmittag bei gutem Wetter ankomme. Nach kurzfristiger Absage von zwei Teilnehmern sind wir nur
zu viert, was aber nicht von Nachteil ist.
[ 2. Tag ] Grainau - Hochtörle Hütte - Fernpass - Imst (56 km, 1200 HM)
Von Grainau zunächst über Asphalt und dann auf einem Waldweg an den Eibsee, wo wir eine kurze Pause einlegen.
Es folgt ein langer Anstieg auf einer Forststraße, bis sich der Weg auf etwa 1300 m verengt. Am Wegesrand liegen jetzt
die ersten Schneereste. Kurz vor der höchsten Stelle bei ca. 1500 m müssen wir die Räder etwa 15 Minuten durch den
Schnee schieben, bevor wir die Abfahrt nach Ehrwald in Angriff nehmen können. Nach dem Mittagessen mit einigen steilen
Passagen über Schotter aber auch mit breiten Forststraßen zum Fernpass.
Den Fernpasstrail, auf dem ich vor drei Jahren noch oft abgestiegen bin, fahre ich jetzt (fast) durch. Danach
zieht sich die Strecke bis Imst-Brennbichl ganz schön in die Länge.
Nach der Ankunft zum Relaxen in die Sauna.
[ 3. Tag ] Imst - Landeck - Norbertshöhe - Nauders (75 km, 800 HM)
Vom Imst nehmen wir den Innradweg über Landeck bis Ried, wo wir in einem Lokal Mittagspause machen, das gerade von
trink- und singfreudigen Teilnehmern eines nahegelegenen Fußballtuniers belagert wird.
Weiter folgen wir dem Inn nach Pfunds und durch die enge Schlucht bei Finstermünz bis an die schweizer Grenze bei
Martina.
Nach kurzer Pause erklimmen wir die Norbertshöhe auf zahlreichen Kehren, um oben festzustellen, dass die Gaststätte
noch gar nicht geöffnet hat. Vielleicht sollten wir in ein paar Wochen wiederkommen ...
Also Abfahrt nach Nauders, wo das angepeilte Cafe leider auch vor unseren Augen schließt. Im Hotel Garni sind die Zimmer
trotz kalter Abend- und Nachttemperaturen nicht geheizt, was mir eine Erkältung beschehrt. Das Abendessen im
Hotel Post klingt verlockender, als es dann ist. Die Nudeln sind nicht mehr so ganz al dente und Ketchup aus
der Flasche mit kleinen Partytomaten ist keine Tomatensauße.
[ 4. Tag ] Nauders - Vinschgau - Meran (90 km, 300 HM)
Bei bedecktem Himmel und kaltem Gegenwind kämpfen wir uns über den Reschenpass. Danach fahren wir auf dem rechten Talseite
hinunter ins obere Vinschgau zur Cafepause in Glurns. Die Temperaturen sind hier schon sehr viel angenehmer, die Kellner
aber mit den zahlreichen Pfingstausflüglern sichtlich überfordert.
Der Weg führt nun durch Apfelplantagen und später an der Etsch entlang bis kurz vor Meran. Hier ist der Radweg wegen
einer Baustelle gesperrt - aber da heute Feiertag ist, tragen wir die Räder mehrmals über die Absprerrungen und
fahren durch die Baustelle. Als wir dann in Meran ankommen hat sich der Himmel zugezogen und es droht ein Gewitter.
Auf den in der Reisebeschreibung beworbenen Whirlpool auf der Dachterasse des Hotels will dann aber trotz erster
Regentropfen niemand verzichten.
Nach dem Abendessen dann noch in diverse Kneipen, wo die angeheiterte südtiroler Jugend traditionelles Liedgut
(Da simmer dabei, dat is pri-hi-ma ...) zum Besten gibt.
[ 5/6. Tag ] Abreise
Da es bei den anderen wohl etwas später geworden ist, nutze ich die Zeit bis zur Rückfahrt am späten Vormittag alleine für einen Rundgang durch Meran.
Weil das Wetter in Grainau bei unserer Ankunft noch sehr gut ist und ich sowieso erst morgen nach Hause fahren kann, fahre ich nochmal die ersten 700 HM des ersten Tages, damit ich mir das Abendessen auch verdient habe.
Am nächsten Tag dann mit dem Taxi zum Bahnhof und wieder mit diversen Umstiegen nach Hause. Vor drei Jahren gab es noch
einen durchgehenden Interregio bis Köln. Sowas ist aber wahrscheinlich schlecht für den Börsenkurs von Herrn Mehdorns
globalem Logistikunternehmen.
Zum Warmfahren für die weiteren Ziele des Sommers (Transalp Engadin) waren diese dreieinhalb Tage genau richtig. Das
Wetter war auch gut. Das Material hat funktioniert, aber mein Körper bietet noch ein gewisses Potential
fürs Gewichtstuning.
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