Trekking im Solu in Nepal
Zweiwöchige Reise im Frühjahr 2004 mit dem DAV-Summit-Club.
Teilnehmer: Gaby und Hans, Monika und Bernolf, Adolf, Waltraut, Sabine, Christine,
Margit, Dirk
Begleitmannschaft: Ang Phree Sherpa (Sirdar), 3 Sherpas, Koch mit vier Helfern, diverse Träger
Am Ende meiner letzten Nepalreise ins Khumbu habe ich bereits geplant, dass mich meine nächste
Trekkingtour in Nepal durch die grüne, bäuerlich geprägten Region unterhalb des Khumbu-Gebietes
führen soll.
Das Nepal, das ich im April 2001 verlassen habe, hat sich allerdings seither grundlegend
verändert. Einige Wochen nach meiner Abreise wurde die gesamte Königsfamilie um König Mahendra
mutmaßlich von Kronprinz Diphendra umgebracht. Die Folge waren Unruhen in der Bevölkerung
und eine politische Destabilisierung. Gyanendra, der Bruder Mahendras wurde dessen Nachfolger
als König.
Die maoistischen Rebellen, die früher nur eine Randerscheinung waren, haben in den letzten Jahren an Einfluss gewonnen und kontrollieren faktisch weite Teile des Landes abseits der Zentren.
Im Frühjahr 2004 ist die Lage geprägt von Demonstrationen der demokratischen Parteien in
Kathmandu, die das Ziel haben, den Demokratisierungsprozess wieder neu zu beleben und der
Konfrontation der Sicherheitskräfte mit den Rebellen.
[ 1. Tag ]
Flug mit Austrian Air über Wien. Der erste Pluspunkt der Reise, auch wenn die roten Strumpfhosen
der Flugbegleiterinnen eher an den CSD erinnern. Ankunft in KTM am späten Abend, danach Fahrt ins
Hotel. Das Godavari Village Resort kenne ich
schon von meiner letzten Nepalreise.
Beim Willkommenstee stellen wir fest, dass die Gruppe je zur Hälfte aus Österreichern und
Deutschen besteht.
[ 2. Tag ]
Nach dem Frühstück Einweisung durch den Vertreter des Summit-Club und den Chef der örtlichen
Trekkingagentur INTREK (International Trekkers). Bei der Beurteilung des Einflusses der
Maoisten lassen sich leichte Differenzen heraushören. Vorstellung unseres Sirdar Ang Phree Sherpa.
Die Umgebung des Hotels hat sich in den letzten drei Jahren verändert. Blickte man früher auf
ein bäuerlich geprägtes, dünn besiedeltes Tal, so produzieren heute zwei Ziegeleien das
Material für eine rasante Bautätigkeit. Der Moloch Kathmandu streckt seine Fühler nach Süden
aus.
Am Nachmittag Fahrt mit dem Hotelbus nach Kathmandu, wo wir die Gegend um die New Road wegen
einer Demonstration mit hohem Aufgebot der Sicherheitskräfte meiden und uns über Nebenstraßen
den Weg zum Durbar Square suchen. Danach gehen wir durch die Altstadtgassen nach Norden in
Richtung des Touristenviertels Thamel. Als wir am Abend mit dem Bus nach Godavari zurückkehren,
ahnen wir noch nicht, dass dies unser einziger Ausflug nach Kathmandu bleiben soll.
[ 3. Tag ]
Bei Frühstück erreicht uns die Nachricht, dass das für heute geplante Besichtigungsprogramm
in Kathmandu ausfallen muss, da die Parteien als Antwort auf das gestrige Vorgehen der
Sicherheitskräfte zu einem Generalstreik aufgerufen haben, der wiederum umfangreiche
Straßensperren durch Polizei und Militär zur Folge hat.
Also gehen wir am Vormittag zum Royal Botanical Garden, der etwa eine Stunde Fußweg vom Hotel
entfernt liegt. Interessanter als der Garten ist aber das alltägliche Leben der Leute an der
Straße, das man aus dem Busfenster nur gefiltert aufnehmen kann.
Den Nachmittag verbringe ich faul im Hotel, während einige andere aus der Gruppe einen kleinen
Tempel auf einem nahegelegenen Hügel besuchen.
[ 4. Tag ]
Am morgen Abfahrt mit dem Bus nach Jiri, dem Ausgangspunkt des Trekkings. Bereits kurz hinter
Kathmandu beginnen die Straßensperren, die bis Jiri regelmäßig die Fahrt unterbrechen. Die Straße
führt in abenteuerlichem Auf und Ab durch die Mittelbegirgsregion und später in Richtung der
tibetischen Grenze. Vorher biegen wir aber auf die Swiss-Road in Richtung Jiri ab, die - wir
ahnen es bereits - von der Schweizer Entwicklungshilfe gebaut wurde. Sie ist die einzige
befahrbare Verbindung in den Solu-Khumbu-Distrikt. Vor dem Bau der Straße führte nur ein
zweiwöchiger Fußmarsch von der Hauptstadt nach Jiri.
Von Jiri aus gehen wir noch etwa zwei Stunden bergauf zu unserem ersten Lagerplatz, wo
die Zelte schon aufgebaut sind. Viel mehr hätte ich auch nicht geschafft. Ich muss mich wohl
erst wieder an das Berggehen und den Rucksack gewöhnen.
Das Zelt teile ich mir mit Adolf, der nicht begeistert ist, dass sein gebuchtes Einzelzelt nicht
zur Verfügung steht.
[ 5. Tag ]
Über einen niedrigen Pass führt der Weg hinunter in das Tal des Khimti Khola, den wir bei
Shivalaya überqueren. Danach zunächst steil später flacher hinauf zum Deorali-Pass, von dem
man eine sehr schöne Aussicht hätte, wären nicht inzwischen dichte Wolken aufgezogen, die die
Sicht am Pass auf etwa 10 Meter begrenzen. Hinter dem Pass im leichten Regen hinunter zum Lagerplatz nach Bhandar.
Der heutige Tag gibt das Muster für die folgenden vor. Die Geländestruktur ist in Nord-Süd Richtung
angelegt, während wir von Westen nach Osten gehen und damit immer auf und ab müssen.
Vor dem Abendessen Waschgelegenheit in einem kleinen Bach.
[ 6. Tag ]
Auf einem steilen Pfad gehen wir hinab ins Tal des Likhu Khola. In Chaulakharka überqueren wir den
Fluss und steigen durch Terassenfelder und vorbei an Bauernhäusern steil hinauf in Richtung
des Tagesziels Golela.
Zur Mittagspause auf halber Höhe des Anstiegs bekommen wir Besuch von einem Vertreter der Maoisten,
die das Gebiet kontollieren. Eine 'Spende' von 1000 Rps. wird auf passenden Vordrucken quittiert.
Bis hierher hat uns die zwölfjährige Tara begleitet, deren Vater und Onkel als Träger für unsere
Gruppe arbeiten und die die Gelegenheit für einen Ausflug nach Jiri genutzt hat.
Als die Zelte in Golela gerade aufgebaut sind, beginnt es so heftig zu regnen, dass bei einigen Zelten Wasser durch undichte Stellen am Boden eintritt. Das Abendessen findet wegen des Regens
im nahegelegenen Haus der Familie eines unserer Küchenhelfer statt.
Am späten Abend hört dann auch der Regen auf, der uns auch in den nächsten Tagen am mehr oder
weniger späten Nachmittag heimsuchen wird.
[ 7. Tag ]
Zuerst besichtigen wir die nahegelegene Gole Gompa, das Kloster von Gole, danach gehen wir auf einem Bergrücken durch teilweise dichten Wald leicht bergauf und sehen viele blühende Rhododendren.
Die Yak-Käserei, die wir am Mittag besichtigen wollen, hat zur Zeit leider geschlossen. Da aber
heute der Regen sehr früh einsetzt, nehmen wir zum Mittagessen Zuflucht im angrenzenden Haus.
Nach dem Essen führt der Weg noch zwei Stunden bergauf bis zu unseren Lagerplatz, einer Lichtung
im Wald knapp unterhalb der Baumgrenze am Pike Peak.
[ 8. Tag ]
Der erste Höhepunkt der Tour beginnt etwas ungemütlich mit Wecken um halb Vier, denn um Vier
beginnt der Aufstieg zum Pike Peak, dessen Gipfel wir bei Sonnenaufgang erreichen wollen. Und so
zieht eine Karawane Menschen, dick eingehüllt in Alles was die textile Hochtechnologie zu
bieten hat, mit Stirnlampen langsam Richtung Gipfel. Der Weg steigt mäßig an und ist besonders
im oberen Bereich mit einer gefrorenen Schneedecke sehr gut zu gehen.
Pünktlich zu Sonnenaufgang stehen wir am Gipfel, auf dem bei wolkenlosem Himmel ein ziemlich
eisiger Wind weht, was aber der grandiosen Aussicht keinen Abbruch tut. Im Licht der aufgehenden
Sonnen sehen wir die Gipfel des Zentralhimalaya vom Kangchendzönga im Osten bis zum Manaslu im Westen.
Auf teilweise eisüberzogenen Steinplatten führt der Weg teilweise steil hinab zum späten
Frühstück bei Pikekhop. Danach führt ein Luxuswanderweg hinab zum Lager bei Ledingma, wo wir am
frühen Nachmittag eintreffen.
Ein nahegelegenes Bachbett bietet eine willkommene Waschgelegenheit und auch der Regen kommt heute
spät und sparsam, sodass wir den Nachmittag genießen können. Von hier kann man bereits einen Teil
der Landepiste von Paphlu sehen, von wo wir in einigen Tagen zurück nach Kathmandu fliegen werden.
[ 9. Tag ]
Am Morgen zunächst eine Stunde aufwärts zum Marmolapass, dann immer am Hang entlang das Tal des
Junbesi Khola hinauf. Auch hier sehen wir wieder blühende Rhododendronbäume in allen Farbtönen
zwischen weiß und rot.
In Junbesi, dem Hauptort des Tals kreuzen wir den Hauptweg ins Khumbu, so dass hier mit einer
gewissen touristischen Infrastruktur zu rechnen ist. Und richtig: In einem Trekker Shop kann ich
je einen Mars- und Snickers-Riegel erstehen.
Nach dem Mittagessen gehts es weiter talaufwärts bis zu einer Wiese unterhalb des Klosters
Thubten Chöling, dem größten Kloster im Solu-Khumbu und einem weitern Höhepunkt der Reise.
Über die Berghänge oberhalb des Klosters ziehen sich hunderte Meter Gebetsfahnen bis zu den
Gipfeln der Berge.
Unterhalb des Lagers entdecken wir am Fluß einen Ort für die Körperpflege. In einem System
aus Kanälen und Schleusen finden sich einige Becken, die den Charakter -nicht aber die Temperatur- von Badewannen haben.
[ 10. Tag ]
Nach dem Frühstück steigen wir zum Kloster auf und besichtigen einen Tempel. Da das Kloster zur
Zeit umgebaut wird, können einige Gebäude nicht besichtigt werden. Thubten Chöling ist die
Neugründung des Klosters Rhongbuk auf der tibetischen Seite des Mount Everest, das durch
die chinesische Besetzung Tibets weitgehend zerstört wurde. Aufgrund von Spenden aus dem Westen ist das Kloster recht wohlhabend, sodass der Abt auch ohne die tantrische Kunst der Levitation -nämlich im Helikopter- zu seinem Zweitwohnsitz in Kathmandu fliegen kann.
An den Klausen der Mönchen vorbei gehen wir weiter talaufwärts und queren einen kleinen Bach.
Ab hier geht es steil bergauf bis zum Kamm des Bergrückens, der uns vom nächsten Tal trennt.
Um den Aufstieg kurzweiliger zu gestalten, gibt Bernolf eine Einführung in die Verhaltensforschung beim Menschen zum Besten. Er ist dafür insofern prädestiniert, als
er seinen Vater, der als Begründer dieser wissenschaftlichen Disziplin gilt, auf vielen Forschungsreisen begleitet hat.
Bei der Mittagspause fliegt ein Adler wenige Meter über unserem Lagerplatz.
Als wir den Kamm des Berges erreichen sind wir auf der geplanten Höhe für das nächste Lager, haben aber noch mehr als zwei Wegstunden entlang des Bergrückens nach
Norden vor uns. Wir queren die Sommerweiden der Yaks aus den Siedlungen im Tal und sehen auch einige dieser imposanten Tiere am Wegesrand bis wir den Lagerplatz im halbrunden Kessel unter
einer steilen Wand erreichen.
Als wir nach dem Abendessen in den Zelten liegen, steigert sich der Wind zu einem Sturm, der
die Standfestigkeit der Zelte auf eine harte Probe stellt. Während wir von innen die Zeltstange
festhalten, beschweren die Sherpas alle vier Ecken des Zeltes mit schweren Steinen, denn die
Heringe hat der Sturm schon aus dem Boden gehoben. Irgendwann schlafen wir dann erschöft ein.
[ 11. Tag ]
Um mehrere Bergrücken schlängelt sich der Weg insgesamt leicht gergab zu unserem nächsten Lager
bei Beni, das wir schon zur Mittagspause erreichen.
Der Nachmittag gehört dem letzten großen Höhepunkt der Tour, dem Aufstieg zum heiligen See Dudh
Kund auf ca. 4600 Meter. Der See liegt vor einer traumhaften Kulisse direkt zu Füßen steil
aufrangender Wände von Numbur und Kariolong, die den See noch um 2500 Meter überragen. Leider
geben die aufgezogenen Wolken den Blick auf die Berge nur zeitweise frei.
Zur Hauptpilgerzeit im Sommer kommen tausende Hindus aus dem Tiefland hinauf um den See zu
umrunden. Auch unsere Träger haben es sich nicht nehmen lassen für nächste Wiedergeburt einige Pluspunkte zu sammeln.
[ 12. Tag ]
Auf der östlichen Talseite des Dudhkund Khola führt der Weg talabwärts bis kurz vor den
Tragshindopass über den der Hauptweg in Richtung Lukhla führt. Bald unterschreiten wir auch
wieder die Waldgrenze und sehen zwischen den Bäumen kurz ein fuchsähnliches Tier, dass wir
später anhand eines Buches als 'Wildhund' identifizieren.
Vom Kamm des Berges Abstieg in die Sherpasiedlung Rimgmo. Auf der Dorfstupa sind mit roter
Farbe Hammer und Sichel aufgemalt.
Da ich die ehrenvolle Aufgabe des Trinkgeldbevollmächtigten übernommen habe, rechne ich am Nachmittag mit Hans' Hilfe die Beträge aus, die jeder Begleiter, gestaffelt nach der
seiner Tätigkeit vom Träger bis zum Sirdar, erhalten soll. Da wir nur eine Aufstellung für ein Lodgetrekking als Beispiel haben, sind wir bei der Festsetzung der Trinkgeldhöhe etwas unsicher.
[ 13. Tag ]
Der letzte Trekkingtag führt uns über sehr gute Wege und durch eine sehr schöne Landschaft nach Paphlu. Der Platz, an dem wir die Mittagspause verbringen, fordert durch seine besondere Schönheit Vergleiche mit dem mythischen Arkadien heraus.
Aufgrund des starken Abstiegs der vergangenen Tage, will mein Körper die in der Höhe eingelagerte Flüssigkeit loswerden, was sich in einem ständigen Harndrang äußert.
Kurz vor Paphlu wird der Weg dann breiter und schon bald treffen wir auf die ersten Militärposten, die das Flugfeld bewachen. Da heute das nepalesische Neujahrsfest ist, werden wir allgemein mit einem 'Happy New Year' begrüßt.
In einer Lodge sehen wir die ersten Europäer seit Trekkingbeginn in Jiri. Die Gruppe
besteht aus Kärntenern und ist von Tumlingtar im Südosten hierher gewandert.
Nach Beziehen der Zelte bleibt noch genügend Zeit zur Körperpflege bevor in einer kleinen
Zeremonie die Trinkgelder an die Begleitmannschaft verteilt werden. Die sonst am Ende eines
Trekkings übliche Abschiedsfeier mit Lagerfeuer muss leider wegen der nächtlichen Ausgangssperre ausfallen. Auch sollen wir uns nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr mit Stirnlampen im Freien bewegen, da die Rebellen das als Einladung zum Zielschießen auffassen könnten. Die gesamte Militärpräsenz zieht sich nämlich jeden Abend in ihre Festung zurück und traut sich erst morgens wieder raus.
[ 14. Tag ]
Nach dem Frühstück gehen wir hinüber zum Flugfeld und checken in den Resten der Abflughalle ein.
Seit diese vor zwei Jahren durch einen Sprengstoffanschlag der Rebellen zerstört wurde, geht das
Fluggeschäft ohne Dach und Inneneinrichtung seinen Gang.
Dann heißt es Warten bis das Flugzeug aus Kathmandu ankommt und uns zurück in die Zivilisation bringt. Nach diversen Gerüchten steht am Nachmittag fest, dass wegen des zu starken Windes heute kein Flugzeug landen kann. Also kehren wir alle zurück in die Lodge, wo inzwischen auch die Familie von Ang Phree eingetroffen ist, die nicht weit entfernt von Paphlu lebt.
Da die Zelte schon abgebaut sind, beziehen wir für die kommende Nacht Zimmer in der Lodge.
[ 15. Tag ]
Schon auf dem Weg zum Flugfeld blasen uns Windböen Sand ins Gesicht. Das sieht nicht gut aus.
Nach einigen Stunden warten ist klar, dass auch heute kein Flugzeug kommt, was in Anbetracht der
Tatsache, dass heute Abend unser Flieger nach Wien abhebt nicht auf begeisterte Reaktionen trifft.
Ang Phree telefoniert mit der Agentur in KTM und bringt die Nachricht, dass man einen
Hubschrauber organisieren will. Auch die Gruppe mit den Kärntenern soll mit einem Helikopter
geholt werden. Den ganzen Nachmittag werden wir mit Gerüchten unterhalten: Der große russische
Hubschrauber soll kommen, er ist schon auf dem Weg, er ist noch in Pokhara, kommt aber dann nach
Paphlu, er kommt doch nicht...
Gegen halb Fünf tauchen dann am Horizont zwei kleine Helikopter auf, die unsere Gruppe ausfliegen sollen. Nach einigen Problem mit der Verteilung der Ladung auf die beiden Maschinen heben wir ab.
Nun ist es nach wie vor recht windig und der Flug gestaltet sich entsprechend unruhig. Die tolle
Aussicht kann ich nur bedingt genießen. Bei jedem Überfliegen eines Bergrückens fällt der
Helikopter leicht nach unten. Als wir nach etwa 45 Minuten in KTM landen, ist die andere
Maschine schon da. Der Pilot hat den direkten, aber windanfälligeren Weg genommen. Mit weichen
Knien holen wir das Gepäck und steigen in den Bus der Agentur, um zum Hotel zu fahren.
Leider ist gerade Rushhour auf der Ringstraße und an einer großen Kreuzung ist eine abenteuerliche Verkehrsituation entstanden: in beiden Fahrtrichtungen stehen sich die Autos jeweils in drei Fahrspuren gegenüber, sodass dem jeweiligen Gegenverkehr nur der Weg über den Seitenstreifen bleibt.
Nach einer Stunde kommen wir endlich im Godavari an und beziehen unsere Zimmer - leider nur für zwei Stunden. Also Duschen, Rasieren, Packen, Essen und Auschecken in zügigem Tempo, dann geht's auch schon wieder zurück zum Flughafen, wo wir auch die Gruppe aus Kärnten wiedersehen.
[ 16. Tag ]
Gegen Mitternacht starten wir in Richtung Wien, wo wir am nächsten morgen leicht verspätet ankommen, was den Passagieren mit Anschlussflug nach Düsseldorf einen Sprint quer über das Flughafengelände beschert.
In Düsseldorf stellen wir dann fest, dass unser Gepäck nicht über die nötige Geschwindigkeit verfügt hat und noch in Wien liegt. Am nächsten Morgen steht dieses dann
mit einem freundlichen Menschen vor meiner Haustür.
Wie bei der letzten Trekkingtour habe ich auch dieses Mal wieder 5 kg abgenommen, weiß aber
aus Erfahrung, dass es nur kurze Zeit dauert um diese wieder anzufuttern. Froh bin ich, dass
ich die Tour ohne gesundheitliche Probleme überstanden habe und so kann ich mich bald an die
Planung meiner nächsten Trekkingreise machen.
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